Liegeinseln und Daybeds: Der luxuriöse Rückzugsort am Pool

GartenelloGartenmöbel & Auswahlvor 4 Wochen10 Aufrufe

Stellen Sie sich einen späten Samstagnachmittag im Juli vor. Das Wasser im Pool glitzert tiefblau, die Luft steht fast still, und Sie suchen nach einem Ort, an dem Sie entspannt ein Buch lesen oder einfach die Augen schließen können. Eine einfache Sonnenliege reicht dafür oft nicht aus. Sie bietet nicht die Großzügigkeit, nicht den weichen, umarmenden Komfort, den Sie sich nach einer langen, fordernden Woche wünschen. Hier treten Liegeinseln und Daybeds auf den Plan. Sie verwandeln den Randbereich Ihres Pools in ein Freiluft-Wohnzimmer, das den Übergang zwischen drinnen und draußen fließend und elegant gestaltet.

Ein Daybed ist nicht einfach nur ein großes Möbelstück. Es ist eine architektonische Ergänzung für Ihren Garten, ein Statement für Entschleunigung und bewussten Genuss. Wenn Sie überlegen, eine Liegeinsel anzuschaffen, investieren Sie in einen zentralen Aufenthaltsort, der in den Sommermonaten oft intensiver genutzt wird als so manches Sitzmöbel im klimatisierten Innenbereich. Doch gerade weil diese Möbelstücke das ganze Jahr über der Witterung ausgesetzt sind – der brennenden Mittagssonne, plötzlichen Sommergewittern, dem chlor- oder salzhaltigen Wasser aus dem Pool -, entscheidet die Materialwahl maßgeblich über Ihre langfristige Zufriedenheit. Ein billiges Kunststoffgeflecht oder ein schlecht verarbeiteter Schaumstoff rächen sich bereits in der zweiten Saison mit ausgeblichenen Farben und Schimmelbildung.

Die Illusion von der Pflegefreiheit bei Daybeds: Eine Frage des Materials

Wer sich im gehobenen Segment umsieht, trifft bei Liegeinseln und Daybeds meist auf drei bewährte Hauptmaterialien: Teakholz, pulverbeschichtetes Aluminium und modernes Seilgeflecht (das sogenannte Rope-Material). Gelegentlich findet sich auch Edelstahl. Jedes dieser Materialien hat seine eigene Ästhetik und stellt ganz eigene Ansprüche an Sie als Besitzer. Aus meiner Sicht gibt es das völlig pflegefreie Gartenmöbelstück nicht – jedes Material interagiert zwangsläufig mit dem Wetter. Die entscheidende Frage ist vielmehr, wie diese Interaktion aussieht, wie die Materialien altern und wie viel Zeit Sie regelmäßig in die Pflege investieren möchten.

Die Erwartung, ein Daybed einmal aufzustellen und sich nie wieder um die Materialerhaltung kümmern zu müssen, führt unweigerlich zur Enttäuschung. Vielmehr geht es darum, die Eigenschaften der Werkstoffe zu verstehen und so auszuwählen, dass sie zu Ihrem Lebensstil und zu der Zeit passen, die Sie der Gartenpflege widmen können.

Teakholz: Die natürliche Alterung zulassen

Teakholz ist der absolute Klassiker unter den hochwertigen Gartenmöbeln und strahlt eine unerreichte Wertigkeit aus. Sein hoher Anteil an natürlichen Ölen und Harzen macht das Holz ausgesprochen widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, Fäulnis und Schädlinge. Ein massives Daybed aus Teak verankert die Liegeinsel optisch im Garten und gibt der Poollandschaft eine organische, warme Note. Wenn Sie sich für Teak entscheiden, müssen Sie jedoch von Beginn an eine Grundsatzentscheidung treffen. Unbehandeltes Holz vergraut im Freien – das ist normal und kein Mangel. Die silbergraue Patina, die sich nach einigen Monaten in direkter Sonne und bei Regen bildet, ist keine Verfallserscheinung. Sie entsteht, weil UV-Licht das Lignin in der obersten Zellschicht abbaut und der Regen es auswäscht; zurück bleibt helle Zellulose. Ein Schutzfilm ist das nicht, eher eine sehr langsame Abwitterung der Oberfläche – auf Festigkeit und Haltbarkeit hat sie keinen Einfluss. Die Widerstandskraft von Teak steckt nämlich in den Inhaltsstoffen des Kernholzes und nicht in der grauen Schicht. Genau deshalb dürfen Sie die Vergrauung gelassen zulassen.

Ob Sie das Holz ölen, ist eine reine Frage der Optik; entscheidend für die Haltbarkeit sind vielmehr der konstruktive Holzschutz, ein verlässlicher Wasserablauf und eine gute Hinterlüftung. Wer den warmen Honigton des frischen Teakholzes um jeden Preis erhalten will, bindet sich an eine regelmäßige Arbeit. Das bedeutet: Im Frühjahr gründlich mit einer weichen Bürste (niemals mit dem Hochdruckreiniger!) reinigen, vollständig trocknen lassen und dünn, aber sehr gleichmäßig ölen – üblich sind ein- bis zweimal im Jahr, bei voll besonnten Möbeln am besten im Frühjahr und im Herbst. Mehr hilft hier nicht mehr: Teak ist von Natur aus ölhaltig und nimmt nur begrenzt zusätzliches Öl auf, der Rest bleibt als klebriger Film stehen. Den genauen Takt gibt Ihnen der Hersteller Ihres Öls vor. Wer diese Zeit nicht aufbringen möchte, sollte die natürliche Vergrauung entspannt akzeptieren. Ein Daybed aus Teak, das ungleichmäßig oder nur halbherzig geölt wurde, wirkt schnell fleckig und ungepflegt. Achten Sie bei der Anschaffung zwingend darauf, dass das Holz aus zertifiziertem, nachhaltigem Anbau (wie dem FSC-Siegel) stammt und die Verbindungen sauber gezapft und wasserfest verleimt sind. Geschraubte Verbindungen aus der günstigen Massenproduktion lockern sich durch das ständige Arbeiten des Holzes unter Temperaturschwankungen über die Jahre und machen das Möbelstück instabil.

Aluminium: Das moderne Leichtgewicht

Aluminium ist die kühle, puristische und moderne Alternative. Für großformatige Liegeinseln und ausladende Daybeds bietet es den entscheidenden Vorteil des geringen Gewichts. Während Sie ein schweres Daybed aus massivem Teakholz oft nur zu zweit oder zu dritt verrücken können, lässt sich eine Aluminiumkonstruktion deutlich leichter neu ausrichten – etwa, wenn Sie der wandernden Nachmittagssonne folgen möchten oder Platz für eine große Sommerparty am Pool benötigen.

Aluminium rostet nicht, es bildet bei Sauerstoffkontakt sofort eine schützende Oxidschicht. In der Regel werden die Gestelle für den hochwertigen Außenbereich aufwendig pulverbeschichtet. Diese Beschichtung schützt das Metall nicht nur zusätzlich vor Kratzern, sie bietet auch alle denkbaren Farbvarianten, um die Insel an die Architektur Ihres Hauses anzupassen. Mattschwarz und kühles Anthrazit dominieren aktuell die reduzierten, modernen Terrassen, während gebrochenes Weiß oder sanfte, matte Erdtöne einen wärmeren, mediterranen Stil unterstreichen. Die Schwachstelle bei Aluminium liegt nicht im Material selbst, sondern fast immer in der handwerklichen Verarbeitung.

In der Praxis enttäuschen oft günstige Modelle, bei denen die Schweißnähte unsauber ausgeführt sind oder sich Schwitz- und Regenwasser im Inneren der Rahmenrohre sammeln kann. Wenn dieses eingeschlossene Wasser im harten Winter gefriert, dehnt es sich aus und platzt das stabilste Rohr von innen auf. Hochwertige Liegeinseln verfügen daher über unsichtbare, aber perfekt positionierte und dauerhaft funktionierende Wasserablauflöcher.

Rope und Polyrattan: Das Geflecht der neuen Generation

Das klassische, flächige Polyrattan-Geflecht, das noch vor einem Jahrzehnt das Bild fast jeder Terrasse dominierte, weicht im gehobenen Segment zunehmend dem sogenannten Rope-Material. Dabei handelt es sich um hochgradig witterungsbeständige Seile, die kunstvoll um ein Rahmengestell gespannt, geknotet oder geflochten werden. Im Handel begegnen Ihnen dabei im Wesentlichen zwei Faserfamilien: Polyester und Polyolefin – Letzteres läuft im Textilbereich unter dem Handelsnamen Olefin, dahinter steckt in aller Regel Polypropylen. Beide Begriffe meinen also dasselbe Material, auch wenn Prospekte sie gern nebeneinanderstellen. Entscheidender als der Rohstoff ist ohnehin die UV-Stabilisierung. Die Optik ist dadurch wesentlich luftiger, textiler und weitaus weniger massiv als bei geschlossenen Polyrattan-Flächen.

Rope-Daybeds fügen sich sehr leicht und unaufdringlich in die organische Umgebung Ihres Gartens ein. Sie trocknen nach einem Regenguss extrem schnell, da der Wind ungehindert durch die Bespannung streifen kann und sich keine geschlossenen Wasserpfützen bilden. Auch hier trennt sich die Qualität sehr deutlich in den Details: Ein hochwertiges Rope-Geflecht leiert unter Belastung nicht aus, es ist aufwendig UV-stabilisiert und bleicht selbst nach einer intensiven, sonnenreichen Saison nicht aus. Wer ein solches Daybed sucht, sollte sich die Spannkraft der Seile schon im Showroom ganz genau ansehen. Wenn das Material schon bei leichtem Druck nachgibt oder unregelmäßig gespannt wirkt, werden Sie mit diesem Möbelstück langfristig nicht glücklich.

Polster und Stoffe für die Gartenlounge: Die wetterfeste Grenze

Was nützt das massivste Gestell und das schönste Design, wenn die Polsterung beim ersten Sommerregen komplett durchweicht und danach gefühlt wochenlang braucht, um wieder vollständig durchzutrocknen? Bei Liegeinseln und Daybeds sind die Textilien das unangefochtene Herzstück. Hier sitzen Sie, hier liegen Sie über Stunden, hier darf es keinerlei Kompromisse geben. Ein hartes oder ewig klammes Kissen zerstört das gesamte Erlebnis.

Im gehobenen Outdoor-Bereich kommen fast ausschließlich spinndüsengefärbte Acrylstoffe zum Einsatz, deren feine Fasern bereits während der Herstellung im flüssigen Zustand durchgefärbt werden. Das macht sie extrem widerstandsfähig gegen ausbleichende UV-Strahlung – selbst intensives Dunkelblau oder sattes Schwarz behalten ihre Tiefe. Zudem sind die Oberflächen wasser- und schmutzabweisend ausgerüstet, ohne sich dabei wie künstliches Plastik anzufühlen. Die Stoffe wirken wie Baumwolle oder Leinen und bieten eine herausragende Haptik.

Doch der eigentliche, technische Clou versteckt sich tief im Inneren der dicken Kissen. Herkömmlicher Schaumstoff saugt sich wie ein gewöhnlicher Schwamm mit Wasser voll. Wenn Sie ein solches Kissen nach einem Regenereignis nicht sofort trocknen, bilden sich im Inneren unangenehme Stockflecken und im schlimmsten Fall gesundheitsschädlicher Schimmel, den Sie kaum noch entfernen können. Den fauligen Geruch unter der Teakbank, wenn das Wasser monatelang nicht aus dem Polster entweichen konnte – den sollten Sie ernst nehmen.

Die Lösung der Premium-Hersteller sind spezielle, wasserdurchlässige und schnelltrocknende Schaumstoffe, oft unter dem Begriff „Quick-Dry-Foam“ vermarktet. Diese hochentwickelten Materialien haben eine extrem offenporige Struktur, die eher an ein dreidimensionales Netz als an klassischen Schaumstoff erinnert. Wasser läuft buchstäblich durch sie hindurch und kann an der Unterseite direkt abfließen. Nach einem starken sommerlichen Regenschauer reicht es in der Regel aus, die dicken Polster kurz aufzustellen. Der Wind und die abfließende Nässe machen sie innerhalb kürzester Zeit wieder einsatzbereit.

Dennoch gilt eine ehrliche Grenze: Dauerhafte, stehende Nässe schadet auch dem allerbesten Textil und dem fortschrittlichsten Schaumstoff. Wenn der regnerische Herbst naht oder tagelanger Dauerregen angesagt ist, gehören die Polster in eine trockene, gut belüftete und großzügig dimensionierte Kissenbox oder direkt ins Haus. Wer verspricht, dass Kissen ganzjährig im Regen liegen können, ohne auf Dauer zu leiden, argumentiert an der Realität vorbei.

Größen, Formate und der Platzbedarf am Pool

Sie unterschätzen die wahren Dimensionen einer großformatigen Liegeinsel sehr leicht. In einer weitläufigen Ausstellungshalle oder auf einem professionell ausgeleuchteten Katalogbild wirkt ein rundes Daybed mit zwei Metern Durchmesser fast zierlich und kompakt. Auf einer normal dimensionierten Terrasse oder am schmalen Rand eines durchschnittlichen Pools kann exakt dieses Möbelstück jedoch schnell erdrückend wirken und Laufwege blockieren.

Messen Sie den geplanten Standort vor dem Kauf exakt aus. Bedenken Sie dabei, dass Sie um die Liegeinsel herum noch ausreichend Platz benötigen, um bequem vorbeigehen zu können – auch dann, wenn das dicke Polster vollständig ausgeklappt oder ein ausladendes Sonnensegel aufgespannt ist. Ein Daybed verlangt nach Raum, um seine Wirkung zu entfalten. Steht es eingeklemmt zwischen einer Hecke und dem Beckenrand, verliert es seinen luxuriösen Charakter.

Aus meiner Sicht sind modulare Systeme oft die deutlich intelligentere und vielseitigere Wahl als starre, monolithische Inseln aus einem Guss. Viele moderne Daybeds bestehen aus einzelnen, gut durchdachten Sitzelementen, halbrunden Sofas und verschiebbaren Hockern, die sich zu einer großen, geschlossenen Liegefläche zusammenschieben lassen. Wenn Sie Gäste haben oder am Pool eine Party feiern, können Sie die Elemente mit wenigen Handgriffen trennen und eine großzügige, offene Sitzgruppe kreieren. Diese enorme Flexibilität wertet das Möbelstück im Alltag auf und verhindert, dass das riesige Daybed ungenutzt bleibt, wenn Sie keine Liegefläche benötigen.

Ein weiteres, entscheidendes Element für die Größe und Nutzbarkeit ist der Sonnenschutz. Auf dem Wasser reflektiert die Sonne stark, und Schatten wird am Pool schnell zum begehrten Gut. Viele luxuriöse Daybeds verfügen über ein integriertes Faltdach, einen aufklappbaren Baldachin oder ein mitgeliefertes Sonnensegel. Prüfen Sie die dahinterstehende Mechanik sehr kritisch. Lässt sich das Dach auch von einer einzelnen Person mühelos und ohne Kraftakt aufspannen und arretieren? Fängt die Konstruktion jeden leichten Windstoß wie ein Segel ein, oder bietet sie dem Wind einen Weg hindurch, etwa durch feine Netzeinsätze an der Rückseite? Ein schwerfälliges Sonnendach, das bei jeder leichten Sommerbrise laut flattert, ist ärgerlich – bei Böen wird es gefährlich. Eine aufgespannte Fläche wirkt wie ein Segel und kann ein leichtes Aluminiumgestell anheben, umwerfen oder in Richtung Becken schieben. Schließen Sie Baldachin und Sonnensegel deshalb, sobald Wind aufkommt, und lassen Sie sie nie unbeaufsichtigt aufgespannt – auch nicht für die kurze Pause im Haus. Stabile, leichtgängige Gelenke aus Metall sind hier ein klares Qualitätsmerkmal gegenüber billigen Kunststoffscharnieren.

Der Standort am Pool: Was Sie zwingend beachten müssen

Wenn Sie Ihr Daybed direkt am Pool platzieren, setzen Sie es nochmals besonderen, erschwerten Belastungen aus. Egal ob Sie klassisch mit Chlor desinfizieren oder eine moderne Salzwasseranlage betreiben – das immer wieder aufspritzende Wasser greift auf Dauer unweigerlich die Materialien an. Bei Aluminiumgestellen ist eine lückenlose, sauber vorbehandelte Pulverbeschichtung hier unerlässlich. Nicht das Wasser an sich greift an, sondern die Chloride aus Chlor- und Salzwasser: An tiefen Kratzern, an Schnittkanten und an Bohrungen erreichen sie das blanke Metall und arbeiten sich von dort fadenförmig unter die Beschichtung. Entscheidend ist deshalb weniger die Schichtdicke als die Vorbehandlung des Aluminiums – fragen Sie im Fachhandel danach und bessern Sie Kratzer früh aus.

Bei Edelstahl sollten Sie im direkten Pool-Umfeld zwingend auf die hochwertigere, widerstandsfähigere Legierung V4A achten. Der Standard-Edelstahl V2A ist gegenüber den Chloriden aus Chlor- und Salzwasser deutlich empfindlicher. Dabei bleibt es nicht bei oberflächlichem Flugrost, den Sie wegputzen können – der stammt ohnehin von eingetragenen Eisenpartikeln und nicht vom Edelstahl selbst. Chloride durchbrechen die schützende Passivschicht punktuell, und der entstehende Lochfraß arbeitet sich in das Material hinein: kleine dunkle Narben, die Sie mit keinem Reiniger wieder herausbekommen. Sehen Sie sich Schrauben, Bolzen und tragende Verbindungen am Pool deshalb regelmäßig an. Reinigen Sie die Möbel am Pool regelmäßig mit klarem Leitungswasser, um die anhaftenden Salz- und Chlorrückstände zuverlässig abzuwaschen.

Darüber hinaus birgt das Umfeld eines Schwimmbeckens oder Teichs immer besondere Risiken. Wasser zieht alle Blicke auf sich – ganz besonders die von kleinen Kindern, die Gefahren nicht einschätzen können.

Sicherheitshinweis: Sichern Sie Pool und Teich gegen Kinder und lassen Sie Kleinkinder am Wasser nie unbeaufsichtigt – Kinder ertrinken lautlos und in Sekunden, auch in sehr flachem Wasser. Ein verlockendes, bequemes Daybed in direkter Wassernähe verleitet leider allzu schnell dazu, Kinder beim Spielen für „nur fünf Minuten“ aus den Augen zu lassen, wenn Sie selbst entspannt liegen oder kurz die Augen schließen. Legen Sie deshalb vorher fest, wer die Kinder im Blick behält, und geben Sie diese Aufgabe ausdrücklich weiter, bevor Sie sich hinlegen. Zwei Punkte gehören dabei zusammen. Erstens der Standort: Ein Daybed, ein Hocker oder eine Kissenbox neben der Poolumzäunung wird für ein Kleinkind zur Kletterhilfe und setzt die Absperrung in Sekunden außer Kraft. Halten Sie rund um Zaun und Tor deshalb einen freien Streifen von etwa einem Meter – gerade bei den verschiebbaren Modulen, die abends gern dort stehen bleiben, wo sie zuletzt gebraucht wurden. Zweitens die Abdeckung: Eine Solarplane oder Noppenfolie ist kein Kinderschutz, sondern selbst eine Gefahr, weil Kinder und Hunde darunter geraten und nicht mehr herausfinden. Schutz bietet nur eine Abdeckung, die der Hersteller ausdrücklich als Sicherheitsabdeckung ausweist. Und auch sie ersetzt, ebenso wenig wie Zaun oder Alarm, Ihre ständige, aufmerksame Aufsicht.

Darüber hinaus lassen sich einige moderne, hochpreisige Liegeinseln mit integrierter LED-Beleuchtung, kleinen Kühlschränken, Ladestationen oder gar Heizstrahlern ausstatten, um kühle Spätsommerabende komfortabel zu verlängern. Hier ist höchste Vorsicht geboten, denn Strom und Wasser sind eine potenziell tödliche Kombination im Garten. Sichern Sie jeden Stromkreis im Außenbereich über einen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI/RCD) mit 30 mA Bemessungsfehlerstrom ab. Diese Zahl ist der entscheidende Punkt: Nur Geräte bis 30 mA sind auf den Schutz von Personen ausgelegt, die ebenfalls erhältlichen Ausführungen mit 100 oder 300 mA dienen dem Leitungsschutz und helfen Ihnen am nassen Beckenrand nicht weiter. Steckdosen, Leuchten und Geräte im Freien brauchen mindestens Spritzwasserschutz (IP44); dort, wo Spritz- und Strahlwasser direkt auftreffen, also rund um das Becken, sollten es IP65 oder mehr sein. Haushaltsverlängerungen und Mehrfachsteckdosen haben am Pool ohnehin nichts zu suchen. Beachten Sie die Herstellerangaben; ziehen Sie bei Eingriffen in Statik, Elektrik oder Gas einen Fachbetrieb hinzu. Die Leitungen am Pool gehören in die Hände eines eingetragenen Elektrofachbetriebs. Und ein Punkt, der am Daybed schnell übersehen wird: Ein Heizstrahler hat unter dem Baldachin, dem Faltdach oder einem Sonnensegel nichts verloren – Textil und Strahlungshitze auf engem Raum sind eine Brandgefahr. Gasbetriebene Geräte bleiben ohnehin im Freien und niemals unter einer geschlossenen Überdachung, weil sich dort geruchloses Kohlenmonoxid sammeln kann.

Eine Investition in entspannte Stunden auf der Sonneninsel

Eine großzügige Liegeinsel ist kein spontaner Kauf für eine einzige, flüchtige Saison. Sie ist eine sehr bewusste Entscheidung für einen bestimmten Lebensstil, für entschleunigte Auszeiten und lange, ruhige Wochenenden im eigenen Garten. Wenn das Material hochwertig verarbeitet ist, die dicken Polster dem Wetter souverän trotzen und der Standort am Pool mit Blick für den Platzbedarf gut gewählt ist, wird das Daybed sehr schnell zum unumstrittenen Mittelpunkt des sommerlichen Lebens.

Es gibt kaum einen schöneren, privateren Ort, um am späten Abend bei einem Glas Wein die restliche Wärme des Tages langsam verstreichen zu lassen oder an einem ruhigen Sonntagmorgen den allerersten Kaffee zu trinken, bevor das Haus erwacht. Lassen Sie sich bei der Auswahl im Handel nicht von klangvollen Markennamen oder geschönten Katalogbildern blenden, sondern prüfen Sie die handfeste Substanz: Heben Sie ein Kissen an und spüren Sie das Gewicht, prüfen Sie die Schweiß- und Steppnähte, rütteln Sie kräftig am Gestell, und testen Sie die Mechanik des Sonnendachs. Wer hier von Beginn an konsequent auf Qualität und solide Verarbeitung achtet, kauft nicht nur ein schlichtes Möbelstück, sondern schafft einen verlässlichen, luxuriösen Ort der Ruhe für viele kommende Sommer am eigenen Pool.

🌿 Häufige Fragen zu Liegeinseln und Daybeds

Dürfen die Polster der Liegeinsel bei Regen im Freien bleiben?

Verfügen Ihre Polster über einen speziellen, schnelltrocknenden Schaumstoff (Quick-Dry-Foam) und wasserabweisende Acrylbezüge, können sie einen kurzen Sommerschauer problemlos überstehen. Stellen Sie die dicken Kissen danach am besten hochkant, damit das Wasser schneller nach unten ablaufen kann. Bei tagelangem Dauerregen oder im nahenden Herbst sollten Sie die Polster jedoch zwingend trocken und gut belüftet einlagern, um Stockflecken zu vermeiden.


Welches Material ist für ein Daybed am pflegeleichtesten?

Aluminiumgestelle in Kombination mit hochwertigem, UV-beständigem Rope-Geflecht erfordern den geringsten Pflegeaufwand im Alltag. Sie rosten nicht, lassen sich bei Bedarf einfach mit klarem Wasser abwaschen und müssen weder geölt noch gestrichen werden. Im direkten Gegensatz zu massivem Teakholz sind sie zudem deutlich leichter und lassen sich einfacher auf der Terrasse umstellen.


Sollte ich mein Teak-Daybed ölen?

Das hängt ausschließlich von Ihren persönlichen, optischen Vorlieben ab. Unbehandeltes Teakholz entwickelt mit der Zeit unter Witterungseinfluss eine silbergraue Patina. Sie entsteht durch UV-Abbau und Auswaschung in der obersten Zellschicht und ist kein Schutzfilm, aber auch kein Schaden: Die Dauerhaftigkeit von Teak liegt in den Inhaltsstoffen des Kernholzes, nicht in der Oberfläche. Möchten Sie jedoch den warmen, braunen Originalton der Anschaffung erhalten, müssen Sie das Daybed regelmäßig reinigen und dünn ölen – ein stetiger Aufwand, den Sie vor dem Kauf bedenken sollten.


Worauf muss ich bei der Aufstellung direkt am Pool achten?

Chlor- und salzhaltiges Spritzwasser beansprucht alle Materialien auf Dauer stark. Spülen Sie Gestelle und Bezüge daher regelmäßig mit klarem Leitungswasser ab. Achten Sie bei Edelstahl zwingend auf die chlorbeständigere V4A-Legierung anstelle von V2A und sorgen Sie dafür, dass das Daybed stabil und absolut rutschfest steht, damit sich am feuchten Beckenrand niemand verletzt.


Wie überwintere ich meine große Liegeinsel am besten?

Die Polster gehören über den kalten Winter unbedingt nach drinnen an einen trockenen, gut belüfteten Ort. Das Gestell selbst kann, sofern es aus pulverbeschichtetem Aluminium oder massivem Teakholz besteht, oft im Freien stehen bleiben. Eine atmungsaktive Schutzhülle ist ratsam, allerdings muss die Luft darunter zirkulieren können, um Schimmelbildung unter der dichten Plane effektiv zu verhindern.

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