
Der erste Frost kommt selten mit Ankündigung. Eine klare Nacht Ende Oktober, morgens liegt Raureif auf der Teakbank, und plötzlich steht die Frage im Raum, die sich jeden Herbst wiederholt: Was muss rein, was darf draußen bleiben? Wer seine Gartenmöbel überwintern will, ohne im Frühjahr böse Überraschungen zu erleben, entscheidet das nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Material. Denn ein massiver Teaktisch verträgt den Winter anders als ein Loungesofa mit dicken Polstern – und die häufigsten Schäden entstehen nicht durch Kälte, sondern durch Feuchtigkeit, die niemand kommen sah.
Fangen wir mit der guten Nachricht an. Die meisten hochwertigen Outdoor-Möbel sind robuster, als ihre Besitzer glauben. Frost allein bringt weder Teak noch pulverbeschichtetes Aluminium um. Das eigentliche Problem ist Wasser – stehendes, eingeschlossenes, nicht abtrocknendes Wasser. Und der Fehler, den ich am häufigsten sehe, ist gut gemeint: die dichte Plane, fest über die ganze Sitzgruppe gezurrt, in bester Absicht, alles trocken zu halten. Genau die richtet den Schaden an. Dazu später mehr.
Wenn Sie hier aufhören zu lesen, haben Sie das Wesentliche. Der Rest erklärt, warum das so ist – und was Sie tun, wenn Sie keinen trockenen Raum haben.
Trennen wir die Dinge sauber. Das Gestell und das Polster führen zwei völlig verschiedene Leben. Ein Aluminiumrahmen kann den Winter im Freien überstehen, ohne Schaden zu nehmen. Das dazugehörige Sitzkissen tut das nicht – jedenfalls nicht, wenn es tagelang durchnässt und dann bei fünf Grad kaum noch trocknet. Die alte Regel „Möbel rein, sonst kaputt“ ist zu grob. Die genauere lautet: Polster und alles Textile kommen ins Trockene, die Gestelle richten sich nach ihrem Werkstoff.
Wer wenig Platz hat, muss also nicht zwingend die komplette Essgruppe in den Keller wuchten. Oft reicht es, die Kissen und Auflagen einzulagern, die Stühle zu stapeln und den Tisch atmungsaktiv abzudecken oder an einen geschützten Ort an der Hauswand zu rücken. Nur Geflechtstühle stapeln Sie besser nicht über den Winter: Bei Frost wird das Material spröder, und der Stapel drückt monatelang auf die unteren Sitzflächen. Bei mobilen Möbeln aus dem Baumarkt-Segment sieht das anders aus, aber diese Klasse meinen wir hier nicht.
Ein zweiter Punkt vorweg, den viele überspringen: Reinigen Sie, bevor Sie einlagern. Vogelkot, Pollen, Fett von der letzten Grillrunde, eingetrockneter Rotwein – was den Winter über auf dem Material sitzt, arbeitet sich ein. Im Frühjahr geht es dann nicht mehr weg, oder nur mit deutlich mehr Aufwand. Fünf Minuten mit Wasser und weicher Bürste im November sparen Ihnen eine halbe Stunde Schrubben im April.
Teak ist der Klassiker unter den Terrassenhölzern, und rund um seine Pflege ranken sich mehr Mythen als um fast jedes andere Material. Der wichtigste zuerst: Teak muss nicht ins Warme. Das Holz ist durch seine Inhaltsstoffe von Natur aus sehr witterungsbeständig und übersteht Frost, Regen und Schnee, ohne an Festigkeit zu verlieren. Ihre Teakbank darf den ganzen Winter draußen stehen.
Was passiert, betrifft die Oberfläche. Unbehandeltes Teak vergraut. Aus dem warmen Honigbraun wird über Monate ein ruhiges, gleichmäßiges Silbergrau. Dahinter steckt ein realer Vorgang: UV-Strahlung baut das Lignin in den obersten Zehntelmillimetern ab, der Regen wäscht die Abbauprodukte aus, zurück bleiben helle Zellulosefasern. Die Oberfläche wird dabei tatsächlich abgetragen, aber sehr langsam – die Fachliteratur nennt als groben Richtwert 0,01 bis 0,1 Millimeter im Jahr. Für Festigkeit und Lebensdauer Ihrer Möbel spielt das keine Rolle. Deshalb ist die Vergrauung kein Verfall, sondern eine Patina – viele schätzen sie gerade. Nach einem schneereichen Winter finden Sie im Frühjahr manchmal einen hellen, fast wolligen Faserbelag auf der Sitzfläche. Das sind lose Zellulosefasern, kein Schaden: Lassen Sie die Fläche abtrocknen und kehren Sie den Flaum mit einem festen Besen ab. Halten Sie Streusalz von den Möbeln fern, es verstärkt die Erscheinung.
Wer sie nicht mag, kann gegensteuern: einmal im Jahr, üblicherweise im Frühjahr, dünn und gleichmäßig ölen. Erwarten Sie davon aber keinen Dauerzustand. Der ursprüngliche Farbton lässt sich mit keiner Oberflächenbehandlung auf Dauer halten, farblose Öle bringen kaum UV-Schutz, und jeder Wartungsanstrich verschiebt den Ton eine Spur ins Dunklere. „Dünn“ ist dabei keine Sparsamkeit, sondern der eigentliche Punkt: Zu satte, oft wiederholte Anstriche bilden mit der Zeit einen Film, unter dem das Holz schlechter abtrocknet – und schlecht abtrocknendes Holz fault eher. Wer gar nicht ölt, verliert nichts an Haltbarkeit. Nur Farbe.
Ein paar Dinge sollten Sie trotzdem beherzigen. Stellen Sie Teakmöbel nicht direkt in eine Pfütze oder auf dauernd nasses Laub – Bodenkontakt mit stehendem Wasser mag kein Holz. Ein, zwei Zentimeter Luft unter den Füßen, ein Ablauf, damit das Wasser wegkann, das genügt schon. Und lassen Sie den Hochdruckreiniger stehen. Der harte Strahl hobelt die weichen Frühholzschichten aus der Oberfläche und hinterlässt ein raues, splitterndes Holz. Klares Wasser, weiche Bürste, in Faserrichtung – mehr braucht es nicht.
Wenn Sie im Frühjahr ölen, beachten Sie die Herstellerangaben zum Pflegemittel: Auftragsmenge, Einwirkzeit, Ablüften. Und was Sie mit den Lappen danach machen, ist keine Nebensache, sondern eine echte Brandgefahr – dazu gleich der Sicherheitshinweis weiter unten.
Pulverbeschichtetes Aluminium ist einer der pflegeleichtesten Werkstoffe im Garten. Aluminium rostet nicht: Blankes Alu bildet an der Luft von selbst eine dünne Oxidschicht, die das Metall schützt, und die Pulverbeschichtung legt sich als zweite, kräftigere Schutzschicht darüber. Ganz unverändert bleibt allerdings keine Beschichtung – mit den Jahren lassen Glanz und Farbtiefe nach. Ein Alugestell dürfen Sie trotzdem ohne schlechtes Gewissen draußen überwintern. Der Rahmen selbst nimmt keinen Schaden.
Zwei Schwachstellen gibt es trotzdem, und beide hängen mit Wasser zusammen. Die erste: Achten Sie auf die Beschichtung. Kratzer und durchgescheuerte Stellen – etwa dort, wo Stühle beim Stapeln aneinanderreiben – sind Eintrittspunkte. In normaler Gartenluft korrodiert blankes Alu an solchen Stellen nur oberflächlich – unschön, aber unkritisch. Anders sieht es dort aus, wo Chlorid in der Luft liegt: am Pool, in Küstennähe, in Lagen mit Streusalzeintrag. Dann kann sich vom Kratzer oder vom Ablaufloch aus eine fadenförmige Korrosion unter die Beschichtung schieben und sie von innen ablösen; sichtbar wird das in aller Regel erst nach einigen Jahren. Ob es überhaupt so weit kommt, entscheidet dabei weniger die Legierung als die Vorbehandlung unter dem Pulverlack – als zuverlässigster Schutz gilt eine anodische Vorbehandlung. Fragen Sie beim Kauf danach, wenn die Möbel am Pool oder in Küstennähe stehen sollen. Legen Sie beim Stapeln deshalb ein weiches Tuch zwischen die Sitzflächen, bessern Sie Kratzer aus, statt sie zu ignorieren, und spülen Sie die Gestelle in solchen Lagen vor dem Winter mit klarem Wasser ab.
Die zweite, unterschätzte: Wasser in den Hohlprofilen. Aluminiummöbel sind meist aus Rohren gebaut, und wo Regen, Schmelzwasser oder Kondensat hineinlaufen und nicht wieder herauskommen, arbeitet der Frost auf Dauer. Deshalb sollten die Ablauflöcher frei sein – viele Hersteller bohren sie bewusst an der Unterseite der Beine. Kontrollieren Sie, dass sie nicht mit Schmutz oder Insektennestern verstopft sind. Kippen Sie Stühle im Herbst einmal, damit stehendes Wasser abläuft. Das ist eine Sache von Sekunden und erspart Ihnen Frostschäden an einer Stelle, an die Sie nie geschaut hätten.
Hochwertiges Kunststoffgeflecht – oft als Polyrattan bezeichnet – ist für den Außeneinsatz gemacht und übersteht normale Winter gut. Die Faser ist UV-stabilisiert und wasserfest. Trotzdem lohnt hier ein genauerer Blick, weil sich Qualität und Winterhärte stark unterscheiden.
Der Feind Nummer eins ist nicht die Kälte an sich, sondern die Kombination aus Frost und mechanischer Belastung. Bei tiefen Temperaturen wird das Geflecht spröder. Entscheidend ist dabei nicht die Form – rund oder flach ist eine Frage der Optik -, sondern der Kunststoff: Fasern aus Polyethylen bleiben auch bei kräftigem Frost zäh. Dünne, weichmacherhaltige Billigware wird spröde und kann brechen, vor allem, wenn Sie sich draufsetzen oder das Möbel unsanft verschieben. Bewegen Sie Geflechtmöbel im tiefen Winter also möglichst wenig und behandeln Sie sie in dieser Zeit behutsam.
Der zweite Punkt ist die UV-Belastung, und die fällt nicht im Winter an, sondern von April bis August: Über die Jahre verblasst und versprödet sie das Material – ein schattiger Sommerstandort tut dem Geflecht also mehr Gutes als jede Wintermaßnahme. Über den Winter zählt etwas anderes: Ein geschützter Platz unter einem Vordach, an der Hauswand oder im Carport hält Dauernässe und Schneelast fern und verlängert die Lebensdauer spürbar. Wer die Möglichkeit hat, das Geflecht-Sofa oder die Geflecht-Lounge einzuräumen, tut ihm einen Gefallen. Muss es draußen bleiben, decken Sie es atmungsaktiv ab und stellen Sie es so, dass Wasser ablaufen kann. Für die Reinigung reichen lauwarmes Wasser, ein Spritzer mildes Spülmittel und eine weiche Bürste, die auch in die Zwischenräume des Geflechts kommt.
Edelstahl gilt zu Recht als edel und langlebig, wintertauglich ist er ohnehin. Ein Punkt wird aber oft verwechselt: Der berüchtigte Flugrost auf Edelstahl kommt meist nicht vom Edelstahl selbst, sondern von Fremdeisen – Schleifstaub, Stahlwolle, ein rostender Nagel in der Nähe. Diese winzigen Eisenpartikel setzen sich fest und rosten dort. Reinigen Sie Edelstahl deshalb niemals mit Stahlwolle, sonst reiben Sie das Problem erst richtig ein. Ein weiches Tuch und ein geeigneter Edelstahlreiniger genügen; die Herstellerangaben zum Mittel gelten auch hier. Zu chlorid- oder chlorhaltigen Mitteln greifen Sie dagegen nie – Bleiche, Aktivchlor und Salzsäurereiniger haben auf Edelstahl nichts verloren, sie greifen die Passivschicht an. An Pool und Küste kommt ein zweiter, ganz anderer Mechanismus dazu. Dort liegt Chlorid in der Luft, und Chlorid ist die häufigste Ursache für Lochkorrosion: winzige, punktförmige Vertiefungen, die sich weder abwischen noch wegpolieren lassen. Nehmen Sie Fremdrost deshalb trotzdem ernst: Eingedrückte Eisenpartikel verhindern, dass sich die Passivschicht darunter wieder schließt, und lösen bei Feuchtigkeit selbst örtliche Korrosion aus – früh entfernt, bleibt es beim Schönheitsfehler. Dagegen hilft zweierlei. Erstens die Werkstoffwahl: Sorten mit Molybdän im Gefüge – umgangssprachlich V4A – halten in solchen Lagen deutlich mehr aus als die Standardsorte. Fragen Sie beim Kauf danach; ein hoher Preis allein ist kein Beleg. Zweitens, und das kostet nichts: In Pool- und Küstennähe spülen Sie die Gestelle regelmäßig mit klarem Wasser ab, bevor sich die Chloride aufkonzentrieren.
Seil- oder Rope-Geflecht ist der Liebling des modernen Outdoor-Designs: geflochtene Kunststoffseile – meist auf Polyolefin-Basis, oft mit einem Kern aus einem zweiten Kunststoff – über einem Aluminiumrahmen, leicht, luftig, angenehm. Die Faser selbst nimmt kaum Wasser auf. Was Zeit braucht, ist die geflochtene Struktur: In den Zwischenräumen und an der beschatteten Unterseite hält sich Nässe länger als auf einer glatten Fläche, und im Winter trocknet dort tagelang nichts mehr durch. Deshalb gilt hier besonders: trocken und luftig lagern oder wenigstens so abdecken, dass Luft zirkuliert. Der Rahmen darf raus, das Seil dankt Ihnen einen geschützten Platz.
Wenn ein einziger Rat aus diesem Text hängen bleiben soll, dann dieser: Feuchtigkeit ist der Feind Ihrer Polster. Nicht die Kälte, nicht der Frost – die Nässe. Ein Sitzkissen, das durchfeuchtet in einer kühlen, unbelüfteten Ecke liegt, ist der ideale Nährboden für Stockflecken und Schimmel. Und Stockflecken bekommen Sie aus einem hellen Bezug kaum wieder heraus.
Auch als „wetterfest“ oder „outdoor“ verkaufte Auflagen und Kissen ändern daran wenig. Wetterfest heißt: Sie überstehen einen Regenschauer und trocknen wieder ab. Es heißt nicht: Sie dürfen den ganzen Winter klamm im Freien liegen. Hochwertige Outdoor-Gewebe sind wasserabweisend und schnelltrocknend. Auf den Kern kommt es dabei genauso an: Klassischer Polsterschaum saugt sich voll und gibt das Wasser nur langsam wieder ab. Es gibt aber auch offenporige, wasserdurchlässige Outdoor-Schäume, durch die Regen einfach hindurchläuft – fragen Sie beim Kauf danach, das ist der Unterschied zwischen einem Kissen, das nach dem Schauer wieder brauchbar ist, und einem, das drei Tage klamm bleibt. Für den Winter ändert das wenig: Bei fünf Grad und Dauerfeuchte trocknet auch der beste Kern nicht mehr durch.
Die Regel ist deshalb simpel. Polster kommen rein – trocken und luftig. Trocken heißt wirklich trocken: Legen Sie ein feuchtes Kissen nicht in die Box, sondern lassen Sie es erst durchtrocknen. Luftig heißt: nicht luftdicht in einen Plastiksack pressen, sondern so lagern, dass Luft zirkuliert. Ein trockener Kellerraum, ein Dachboden, ein belüfteter Schrank. Wer eine Auflagenbox nutzt, sollte wissen, dass sie den trockenen Innenraum nicht ersetzt: Eine dichte Box im Freien erzeugt dasselbe Kondensproblem wie eine dichte Plane, und eine belüftete Box steht mit der feuchten Winterluft im Austausch – die Polster bleiben klamm. Für die Sommerpause zwischen zwei Regentagen ist die Kiste richtig, für den Winter nicht. Stellen Sie Kissen hochkant, nicht in einem gepressten Stapel, damit jede Fläche Luft bekommt.
Nicht jedes Haus hat einen trockenen Nebenraum, und wo einer da ist, steht er im Winter oft schon voll. Die gute Nachricht: Ihre Polster brauchen weder einen beheizten noch einen eigenen Raum. Sie brauchen zwei Dinge – trocken und Luft. Alles andere ist verhandelbar.
Am wenigsten Platz kostet es, die Polster zu zerlegen. Ziehen Sie die Bezüge ab – waschbar sind viele, aber nur nach Herstellerangabe – und legen Sie sie flach in den Wäscheschrank. Die Kerne stehen hochkant hinter einer Tür, unter einem Bett oder auf dem Dachboden; ohne Bezug und auf die Kante gestellt brauchen sechs Sitzkissen weniger Platz, als Sie denken. Ein unbeheizter Abstellraum genügt völlig, solange er trocken ist – Kälte schadet nicht, Klammheit schon.
Bleibt wirklich nur der Außenbereich, gehört die Auflagenbox unter ein Dach und auf zwei Leisten, damit Bodenfeuchte fernbleibt und Luft zirkuliert – und selbst dann ist das die schlechtere Lösung, kein Ersatz für den trockenen Raum. Ein Gartenhaus tut denselben Dienst, sofern Dach und Boden dicht sind. Die Gestelle bleiben in diesem Fall einfach draußen; genau dafür steht die Liste weiter oben.
Der Ablauf ist in vielen Gärten derselbe: Im Oktober wandern alle Polster ordentlich in die große Kunststofftruhe auf der Terrasse, Deckel zu, alles gut. Im Mai riecht es beim Öffnen modrig, und die Unterseiten der untersten Kissen sind fleckig. Passiert ist nichts Dramatisches – nur hat die geschlossene Truhe über den Winter die Tag-Nacht-Temperaturwechsel mitgemacht, Kondenswasser gebildet, und das lief nach unten. Dieselben Kissen hätten im trockenen Keller, hochkant und mit Luft dazwischen, keinen Kratzer abbekommen.
Jetzt zu dem Fehler vom Anfang. Die Vorstellung ist logisch: Möbel abdecken, Regen abhalten, alles bleibt trocken. In der Praxis passiert oft das Gegenteil. Eine dichte, nicht atmungsaktive Plane hält den Regen zwar ab – aber sie hält auch die Feuchtigkeit fest, die von unten aufsteigt und die nachts als Kondenswasser an der Innenseite niederschlägt. Unter der Plane bildet sich ein feuchtwarmes Klima, das Wasser kann nicht weg, und statt trockener Möbel finden Sie im Frühjahr Stockflecken auf dem Holz, muffigen Geruch und im schlimmsten Fall Schimmel.
Die Lösung ist eine atmungsaktive Schutzhülle – ein Gewebe, das Regen von außen abweist, Wasserdampf von innen aber entweichen lässt. Solche Hüllen gibt es passend für Sitzgruppen, Loungeecken und einzelne Sessel. Achten Sie darauf, dass die Hülle unten nicht komplett luftdicht abschließt: Ein Spalt für die Luftzirkulation ist gewollt, kein Konstruktionsfehler. Und binden Sie sie so, dass sie im Wintersturm nicht scheuert oder wegfliegt.
Wenn Sie nur eine einfache Plane haben, lassen Sie sie zumindest nicht bis zum Boden geschlossen. Legen Sie ein paar Holzleisten unter, damit Luft durchzieht. Besser als jede Abdeckung ist ohnehin ein trockener, überdachter Platz – unter dem Terrassendach, im Carport, im Gartenhaus. Dort hält sich Ihr Mobiliar über den Winter am längsten.
Sicherheitshinweis: Mit Öl getränkte Pflegelappen – etwa nach dem Ölen von Teakmöbeln – können sich durch Oxidation von selbst entzünden, ganz ohne Funken oder offene Flamme. Zusammengeknüllt in einem Eimer oder im Mülleimer staut sich die Reaktionswärme, das Bündel erhitzt sich und kann in Brand geraten – eine reale Ursache für Hausbrände. Das gilt für alles, was Öl abbekommen hat: Lappen, Auftragspads, Schwämme, Handschuhe und auch die Kleidung. Der sichere Weg ist immer derselbe: Tauchen Sie alles vollständig in Wasser ein. Danach breiten Sie die Stücke einzeln flach auf einer nicht brennbaren Unterlage im Freien aus – Stein, Beton oder Metall, nicht auf der Holzterrasse, nicht auf Laub oder Rindenmulch – und beschweren sie, damit der Wind sie nicht zusammenweht. Erst wenn das Öl vollständig ausgehärtet ist, besteht keine Gefahr mehr. Sollen die Materialien wiederverwendet werden, bewahren Sie sie bis dahin ausschließlich in einem luftdicht verschlossenen Metallbehälter auf. Einen nur kurz angefeuchteten Lappen werfen Sie nicht in den Hausmüll – dort trocknet er wieder an. Ölige Textilien gehören außerdem nie in den Wäschetrockner und danach nicht heiß aufeinander. Beachten Sie zusätzlich die Herstellerangaben auf dem Pflegemittel.
So viel zur Theorie. In der Praxis lässt sich das Gartenmöbel überwintern in einen einzigen Nachmittag im Oktober packen – wenn Sie die Reihenfolge kennen.
Damit aus all dem eine Routine wird, hier die Reihenfolge, die sich bewährt. Reinigen Sie zuerst – Gestelle und Polster, jeweils mit dem passenden, milden Mittel. Lassen Sie alles vollständig durchtrocknen; ein sonniger, trockener Herbsttag ist Gold wert. Räumen Sie dann die Polster und alles Textile ins Trockene, luftig gelagert. Kümmern Sie sich um die Gestelle nach Material: Teak darf bleiben, Alu prüfen Sie auf freie Ablauflöcher, Geflecht und Rope stellen Sie geschützt, Edelstahl wischen Sie sauber und spülen ihn in Pool- oder Küstennähe zusätzlich mit klarem Wasser ab. Was draußen bleibt, decken Sie atmungsaktiv ab oder rücken es unter ein Dach.
Und dann? Dann lassen Sie los. Der Winter darf über Ihre Terrasse ziehen. Ein silbrig vergrautes Teak unter einer dünnen Schneeauflage hat eine eigene Ruhe. Sie wissen, dass die Substanz sicher ist, dass die Polster trocken und luftig liegen und dass Sie im April nicht mit Schrubber und Fleckenentferner anrücken müssen.
Wer seine Gartenmöbel überwintern will, ohne jedes Frühjahr denselben Ärger zu erleben, braucht kein teures Zubehör und keine halben Tage Arbeit. Er braucht das richtige Verständnis fürs Material, einen trockenen Platz für die Polster und den Verzicht auf die dichte Plane. Der Rest erledigt sich, wenn Sie ihn lassen. Gute Möbel sind gemacht, um zu bleiben – Sie müssen ihnen nur den halben Meter Luft und die trockene Nacht gönnen, die sie brauchen.
Muss ich meine Teakmöbel im Winter reinholen?
Nein. Teak ist sehr witterungsbeständig und übersteht Frost, Regen und Schnee, ohne an Festigkeit zu verlieren – Sie dürfen es draußen überwintern. Das Holz vergraut mit der Zeit silbrig; UV-Strahlung und Regen tragen dabei die obersten Zehntelmillimeter langsam ab, für die Haltbarkeit ist das ohne Bedeutung. Achten Sie nur darauf, dass die Möbel nicht dauerhaft in stehendem Wasser oder auf nassem Laub stehen.
Warum schadet eine dichte Abdeckplane meinen Gartenmöbeln?
Eine dichte, nicht atmungsaktive Plane hält zwar den Regen ab, staut aber die von unten aufsteigende Feuchtigkeit und das nächtliche Kondenswasser. Unter der Plane entsteht ein feuchtes Klima, das Stockflecken, muffigen Geruch und Schimmel begünstigt. Verwenden Sie stattdessen eine atmungsaktive Schutzhülle und lassen Sie unten einen Spalt für die Luftzirkulation.
Können wetterfeste Polster den ganzen Winter draußen bleiben?
Besser nicht. Wetterfest bedeutet, dass die Auflagen einen Regenschauer überstehen und wieder abtrocknen – nicht, dass sie monatelang klamm im Freien liegen dürfen. Klassischer Polsterschaum zieht Feuchtigkeit und gibt sie im Winter kaum wieder ab; nur offenporige, wasserdurchlässige Outdoor-Kerne lassen Regen durchlaufen, und auch die trocknen bei Dauerfeuchte und Kälte nicht mehr durch. Lagern Sie Polster trocken und luftig ein, am besten hochkant in einem belüfteten Raum.
Wie pflege ich Aluminium-Gartenmöbel vor dem Winter?
Reinigen Sie den Rahmen mit lauwarmem Wasser und einem milden Mittel und prüfen Sie die Ablauflöcher an den Beinen auf freien Durchgang. Kippen Sie die Möbel einmal, damit Wasser aus den Hohlprofilen abläuft, denn gefrierendes Wasser im Rohr kann auf Dauer schaden. Legen Sie beim Stapeln ein weiches Tuch zwischen die Flächen, um die Pulverbeschichtung zu schonen.
Ist Polyrattan-Geflecht frostsicher?
Hochwertiges, UV-stabilisiertes Polyethylen-Geflecht übersteht normale Winter gut – entscheidend ist der Kunststoff, nicht ob das Geflecht rund oder flach ist. Bei starkem Frost wird das Material spröder, und dünne, weichmacherhaltige Billigware kann unter Belastung brechen. Bewegen Sie Geflechtmöbel im tiefen Winter wenig, stellen Sie sie möglichst geschützt und decken Sie sie atmungsaktiv ab.
Muss ich Teakmöbel ölen, damit sie den Winter überstehen?
Nein, das Ölen ist reine Optik. Öl verzögert die Vergrauung und frischt den Ton auf, dauerhaft halten lässt sich der ursprüngliche Goldton damit aber nicht – unbehandeltes Teak vergraut und hält trotzdem jahrzehntelang. Wenn Sie ölen, tun Sie es dünn im Frühjahr und beachten Sie die Herstellerangaben; ölgetränkte Lappen breiten Sie einzeln im Freien zum vollständigen Durchtrocknen aus oder tränken sie mit Wasser und bewahren sie in einem dicht verschlossenen Metallbehälter auf, da sie sich sonst selbst entzünden können.
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